Rohfutter für Hunde

Warum wir angefangen haben

Anfangs haben wir unsere Hunde konventionell gefüttert. Auf dem Speiseplan stand eine Mischung aus eingeweichtem Trockenfutter und Nassfutter aus der Dose, angereichert mit Hüttenkäse oder Joghurt und einem Tropfen guten Öls. Wir haben hochwertiges Futter aus deutscher Herstellung in verschiedenen Geschmacksrichtungen eingekauft.

 

Nike und Fea waren allerdings nicht immer von unseren Menues begeistert. Mal wurde dieses oder jenes nicht gefressen, ab und zu total verweigert und manchmal gab’s ein Verdauungsproblem (das riecht man dann, auch ohne feine Hundenase).
Besonders das Trockenfutter war zeitweise ein echtes Problem. Der Inhalt der einen oder anderen Tüte wurde gar nicht angerührt. Also nach 2 oder 3 Tagen in die Tonne damit und etwas neues gekauft.

 

Weil das irgendwann nervt, haben wir uns nach Alternativen umgesehen. Von kompetenter Seite wurde uns dann empfohlen, auf Rohfütterung umzustellen. Anfangs waren wir skeptisch und haben uns erst einmal schlau gemacht. Die (gar nicht so neue) Fütterungsmethode heißt heutzutage B.A.R.F., aber schon in alten Büchern über Hundehaltung und -zucht findet man Anleitungen und Empfehlungen zur Rohfütterung. Und wenn man sich daran gewöhnt hat, ist barfen nicht aufwendiger und komplizierter als die konventionelle Fütterung.

 

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Wir haben unsere beiden Hunde von einem Tag auf den anderen voll umgestellt und damit keine Probleme gehabt.  Außerdem hat es seitdem nie wieder einen Fall von Futtermäkelei gegeben. Die Welpen aus unserem Kennel haben von Anfang an nichts anderes bekommen und sind allesamt rundum gesund. Die meisten von Ihnen werden auch so weitergefüttert. Unsere natürlich sowieso.

 

 

Das Futter

Was steht auf dem Speiseplan eines Fleischfressers? Rohes Fleisch. Stimmt, aber nicht ganz. Kleine Beutetiere werden ganz, also mit Haut und Haar verspeist. Und auch bei größerer Beute wird nicht nur das Muskelfleisch abgepuhlt. Auch da geht’s an die Knochen und Innereien. Und was viele Leute nicht wissen, unsere Caniden sind Naschkatzen (pardon -hunde), die sich zu gegebener Zeit auch Beeren und anderes Obst zu Gemüte führen.

 

Beim barfen wird versucht, diese natürliche Ernährungsweise so gut wie möglich nachzuahmen. Auf dem Speiseplan stehen rohes Fleisch (kein Schweinefleisch!) und rohe Knochen, Innereien (in Maßen), Fisch, rohes Gemüse und Obst. Angereichert wird  wie gehabt mit einem guten Öl. Milchprodukte wie Quark, Joghurt und Hüttenkäse gibt es bei uns meist für die Junghunde.

 

          Futternapf

 

Die Futtermenge beträgt 2 – 3% vom Körpergewicht des Hundes, hat der Schnuffi etwas zuviel auf den Rippen, vom Wunschgewicht. Das Futter besteht aus ca. 70% Fleisch mit Knochenanteil und ca. 30% Obst und Gemüse. Das Fleisch kaufen wir tiefgefroren beim Händler unseres Vertrauens. Bei uns gibt es vor allem Geflügel und Rind, aber auch mal Innereien, Lamm und Fisch. Viele Fleischsorten, die man tiefgekühlt kaufen kann, haben auch schon den nötigen Knochen- oder Knorpelanteil, so dass auch dieser Aspekt der Fütterung keine Sorgen macht. Obst und Gemüse wird nach Saison eingekauft oder kommt aus dem Garten. Hauptsächlich füttern wir Karotten, Äpfel, Birnen, Fenchel, Staudensellerie und manchmal auch etwas rote Beete und verschiedene Beeren.

 

Barfen ist übrigens nicht teurer als der Dosenmampf. Es wird ein Teil rohes Obst und Gemüse zugefüttert, dass wenig oder aus dem Gargen garnichts kostet und die Rationen sind kleiner, weil der Füllstoff Getreide wegfällt (kein Hund braucht Getreide, man bezahlt es aber beim Fertigfutter mit). Blähungen sind bei richtiger Gemüseauswahl Geschichte, es kommt weniger hinten raus und es stinkt nicht. Außerdem waren unsere Hunde nie besser im Fell.

 

Allerdings gibt es mittlerweile viele Leute, die aus dem Barfen eine Weltanschauung machen. Wir betrachten es einfach als eine sehr gute Methode, unsere Hunde gesund und artgerecht zu ernähren. Für uns heißt b.a.r.f. schlicht – besser alles roh füttern – und gut.

 

Mehr Infos gibt es über unsere Link-Seite. Sollten sie Fragen haben, schicken sie uns eine E-Mail. Wir antworten gern.